Solo für Licht 2011

Solo für Licht 2011 — Close your Eyes

April 2011
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Piccadilly

Stummfilm live

Fr 1.4. / 20 Uhr / naTo
Eintritt 12,- / 10,-

Live-Begleitung: Cornelia Friederike Mller (aka CFM, Elektronische Musik/Score)

Grobritannien 1929
Regie: E.A. Dupont
Drehbuch: Arnold Bennett
Produktion: E.A. Dupont
Musik: Harry Gordon
Kamera: Werner Brandes
Schnitt: J.W. McConaughty
Darsteller: Anna May Wong, Jameson Thomas, Gilda Gray, Cyril Ritchard, Charles Laughton, King Hou-Chang u.a.
englische Zwischentitel /deutsche Untertitel
Laufzeit: 110 min

Valentine Wilmot, Besitzer eines mondnen Londoner Nachtclubs, wird durch Zufall auf das chinesische Kchenmdchen Shosho aufmerksam, die, talentiert und von exotischem Reiz, bald zu seiner neuen Startnzerin avancieren soll. Nach einem Streit mit dem Chef verlsst Vic, der bisherige Publikumsmagnet, den Club, seine Tanzpartnerin Mabel, die nun verschmhte bisherige Nummer Eins in Wilmots auch privatem Leben, bleibt zurck. Sie mu mit ansehen wie Wilmot Shosho auch nachts Besuche abstattet. Kurz darauf geschieht ein Mord
PICCADILLY, ein luxurises Showbiz-Melodram verschlang seinerzeit mehr als das Rekordbudget von 80.000 Pfund, das dem deutschstmmigen Regisseur Ewald Andr Dupont, ab 1926 war er in den USA und Grobritannien engagiert, schon fr MOULIN ROUGE (1928) zur Verfgung gestanden hatte. Aber auch das Aufkommen des Tonfilms lie die Produktion zum Balanceakt geraten nach der Premiere mussten fr den amerikanischen Markt ein Ton-Prolog sowie ein Soundtrack produziert werden. Der fertige Film beweist, da der Aufwand sich gelohnt hat: Von der ersten Einstellung an zeugen Kamerabewegung, Montage, die Vorliebe fr Spiegel und Schatten, Glas und glnzende Oberflchen von Duponts ausgezeichnetem visuellen Gespr. Das Ergebnis ist auerordentliche Opulenz und filmische Dynamik. Der schlichten Handlung trotzt auch die Faszination, die von der chinesischen Femme Fatale Anna May Wong ausgeht. Dupont umgibt sie verschwenderisch mit dekadentem Glamour. Scorsese sprach anlsslich der Restaurierung von PICCADILLY von einer Offenbarung, von einem der wirklich groen Filme der Stummfilmra.

Cornelia Friederike Mller (aka Connie Walker aka CFM) ist Medienknstlerin, DJ und Produzentin elektronischer Musik, sie lebt und arbeitet in Leipzig. Auf ein Philosophie- und Psychologiestudium folgte das der Medienkunst und sie wandte sich intensiv der elektronischen Musik zu vorerst als DJ CFM und Veranstalterin der Reihe Der Elektronische Sonntag, als Redakteurin und Autorin des Popkultur-Fanzines repertoir, Mitbegrnderin des Netzwerkes Propellas fr Musikerinnen und Knstlerinnen und als Regisseurin des Films HAUSARBEITEN ber das elektronische Musizieren. Seit 2002 produziert sie elektronische Musik, die zum einen als eine melodische Mischung aus Clicks & Cuts, Electronica, Intelligent Dance Music, Minimal und Microsound charakterisiert, zum anderen wohl am besten als experimentelle Klangkollagen oder Scores bezeichnet wird.

Das zeitweilige Zusammentreffen mit klassischen Instrumentalisten bewegt sich im Rahmen Improvisation, Elektroakustische und Neue Musik.
Cornelia Friederike Mller realisiert zum Teil interaktive Video-/Audioinstallationen und eigens vertonte Videoarbeiten innerhalb von Ausstellungen. Oftmals folgt sie dabei Fragen nach menschlicher Identitt und mglicher Individualitt im Rahmen von Normierungen und vorgegebenen Gesellschaftsstrukturen. Hufig thematisiert sie Abwesenheit und die Zwischenrume, verweist auf mgliche Ergnzungen durch Bilder, Vorstellungen und die Erlebniswelt der BetrachterInnen.
Ihre Musik basiert berwiegend auf Samples aus Mikrophonaufnahmen, Notenfetzen von Aufnahmen klassischer oder ungewhnlicher Instrumente und dem Spiel auf der Midi-Klaviatur. Durch Schnitt, Bearbeitung und Verfremdung sind die Quellen der von CFM verwendeten Samples meist nicht identifizierbar. Hin und wieder bleiben sie jedoch eindeutig und verweisen als Zitat auf ihren Ursprung oder wie im Falle der Samples aus Feldaufnahmen auf die stetige, im weitesten Sinne musikalische Begleitung des Alltags.
Einige von Mllers Kompositionen entstehen explizit fr die Choreographin Heike Hennig, deren Tanzproduktionen sie seit 2005 als Soundknstlerin und Teil der Company begleitet. Ebenfalls thematisch inspiriert, entwickelte sie die Musik fr das Hrspiel Die Sicherheit einer geschlossenen Fahrgastzelle, welches 2010 mit dem Hrspielpreis der Kriegsblinden, dem Deutschen Hrspielpreis und dem Online Award der ARD ausgezeichnet wurde.
CFM produzierte Musik unter anderem fr Heike Hennig & Co Forum fr Zeitgenssischen Tanz und Musik Leipzig (einen Link gibts hier), fr das FZML Forum fr zeitgenssische Musik Leipzig, Hof Klang Leipzig,Gewandhaus zu Leipzig, Hrbild Verlag Berlin, Kammerakademie Potsdam, MDR Figaro Hrspiel, Bhnen der Stadt Gera, Theater in der Josefstadt Wien, Bless Showroom Milano, und verffentlichte DJ Mixs, Remixs und eigenen Tracks bei VelocitySound, Doxa Record, Tellerrand Musik und now that i am.

in Kooperation mit dem naTo e.V.