Solo für Licht 2011

Solo für Licht 2011 — Close your Eyes

April 2011
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6        
Filmbild:1 Filmbild:2

Sans Soleil

So 3.4. / 20 Uhr / naTo
Eintritt: 5,50 / 4,50

Frankreich 1983
Regie/Buch/Kamera/Schnitt: Chris Marker
Musik: Michel Krasna
Darsteller: Florence Delay, Arielle Dombasle, Riyoko Ikeda, Charlotte Kerr
Urauffhrung: Februar 1983 (Berlin)
Farbe
Sprache: Deutsch
Laufzeit: 103 min

"Endlich eine filmische Sprache, die ihre Themen nicht verwaltet, sondern zum Schweben bringt. Die Sprache ist hier nicht Kommentar wie im Dokumentarfilm oder Fernsehfilm. Die Bilder sind keine Beweisstcke fr Aussagen' oder Handlung', sondern immer wieder absolute Bildsprache. Bei diesem Verfahren entsteht ein ganz unerwarteter Eindruck: Der Film ist etwas Drittes, ist nicht die Summe von Bild und Sprache, sondern er entsteht zwischen diesen von den Sinnen wahrnehmbaren Ereignissen. Film ist etwas Unsichtbares, Unhrbares, ein Phnomen der Interferenz von Bildern und Stzen, wie ich das in dieser reinen Form nie gesehen habe." (1) Die Rede ist von Markers Film SANS SOLEIL. Um die wiederkehrende rhetorische Figur er schrieb mir gesprochen von einer Off-Stimme gruppieren sich Bilder, Briefe und Erzhlung in immerwhrendem Verschieben zueinander. Dem Kaleidoskop der Bezugspunkte liegt das sich selbst In Beziehung setzen des nie zu sehenden Reisenden zu den Bildern seiner ihm fremden (japanischen) Umgebung zu Grunde. Es entsendet das Publikum selbst auf eine poetische Reise.

(1) Edgar Reitz, Medium, 4/1983 in Ralph Eue: Sans Soleil.
www.bpd.de (abgerufen am 12.2.2011)